Was haben Katalonien und Ukraine gemeinsam?

Schon 2014 hatte das ukrainische Parlament als eine seiner ersten Handlungen nach den Majdan Unruhen versucht, Russisch als Regionalsprache abzuschaffen. Die FAZ zitierte den Osteuropa-Experten Gerd Hentschel in einem Artikel mit den Worten: ?Der Versuch, das Russische abzuschaffen, war eine Dummheit?.

Jetzt, so berichtet Telepolis, hat die ukrainische Regierung ein Gesetz beschlossen, ?dass ab 2020 auch in Grundschulen nur noch auf Ukrainisch unterrichtet werden darf ... Damit richtet es sich vor allem gegen die Russischsprecher im Süden und Osten des Landes, trifft aber auch Rumänisch- und Ungarischsprecher.?

Auch in Katalonien, Valencia und den Balearen besteht eine Sprachdiktatur der Separatisten, wobei diese nicht in einem direkten Verbot besteht, sondern darin, wie unter Franco, Spanischunterricht weitgehend aus den Schulen zu verdrängen. Zur Erinnerung, Franco hatte Katalan nicht verboten, aber massiv eingeschränkt. In Katalonien ist es heute Unternehmen verboten, nur auf Spanisch zu publizieren und sie werden bestraft, wenn sie es dennoch tun. In den Verwaltungen versucht man ebenfalls, Katalan/Valenciano als einzige Sprache durchzusetzen.

Falls die Separatisten es schaffen sollten, Katalonien von Spanien abzutrennen, muß man dann mit einem Spanischverbot rechnen?